Urteile

VW: Schadensersatzanspruch höher als ursprüngl. Kaufpreis!

Der Kläger erhält hier nach gut 4 Jahren ca. 31.320 EUR (inkl Zinsen, 27.336,85 EUR ohne Zinsen), obwohl der Kaufpreis „nur“ bei 30.995 EUR lag. Das Landgericht Düsseldorf sprach, wie auch die meisten anderen Gerichte von einer vorsätzlichen sittenwidrigen Schädigung dadurch, dass VW das Inverkehrbringen des streitgegenständlichen gesetzeswidrigen Motors dem Kläger gegenüber verschwiegen hatte. Der Kläger hätte den Kauf nie abgeschlossen, hätte er von dem Mangel am PKW gewusst. Dementsprechend ist er so zu stellen, als hätte es den Kaufvertrag nicht gegeben, also die wirtschaftlichen Folgen des Kaufs dadurch ungeschehen zu machen,  indem der Kaufpreis Zug-um-Zug gegen Herausgabe des Fahrzeuges zu erstatten ist. Allerdings muss der Käufer sich die gezogenen Nutzungen, sprich die gefahrenen Kilometer anrechnen lassen. Vorliegend handelte es sich um rund 30.000 gefahrene Kilometer, welche zu einem um rund 3000 Euro gekürzten Anspruch führten. Die Rechtsanwaltskosten sind jedoch vollumfänglich vom Beklagten VW-Konzern zu übernehmen.

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Quelle: Urteil des LG Düsseldorf, Az 13 O 192/18